Geschiebe- management

Geschiebe- management

Als Geschiebe werden Feststoffe wie beispielsweise Steine bezeichnet, die jeder Fluss mit sich führt. Ist der Geschiebehaushalt beeinträchtigt, etwa durch Staustufen, verändern sich Gewässerstrukturen und damit die Lebensräume für Fische und Kleinlebewesen. Fische finden zum Beispiel weniger Möglichkeiten zum Laichen, was sich wiederum auf den Fischbestand auswirkt.

Die EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) verfolgt das Ziel, für alle europäischen Flüsse ein „gutes ökologisches Potenzial“ zu erreichen. Dies beinhaltet die Implementierung eines Geschiebemanagements für Flussabschnitte, an denen kein natürlicher Geschiebetransport stattfinden kann. Dieses kann zum Beispiel durch das Einbringen von Kies wieder aktiviert werden, was jedoch mit diversen Nachteilen wie Landschaftsverbrauch durch große Kiesgruben sowie CO2-Emissionen durch Transport und Bauausführung vor Ort einhergeht.

Das Projekt ISOBEL hat daher an drei Staustufen des Flusses Iller und ihren Fischwanderhilfen unterschiedliche Ansätze eines minimal-invasiven Geschiebemanagements untersucht. Das Ziel bestand darin, die gewünschten Effekte (vielfältige Habitate und Laichgründe für Fische) mit einer minimalen Menge an Material und Transportbedarf zu erreichen.